Der Wandel der Zeit wirkte sich auch bei der Abwasserreinigung und der Klärschlammbehandlung aus; Einleitbedingungen wurden verschärft, ebenso die Grenzwerte für die Klärschlammverwertung in der Landwirtschaft. Der Ausbau der ARA Murg in den Jahren 1996 - 1998 diente der Verbesserung der Abwasserreinigung (Phosphat-Elimination) und zur Hauptsache der Anpassung der Schlammbehandlung an die neuen Verwertungsanforderungen der Landwirtschaft (Hygienisierung, Vergrösserung Stapelkapazität).
Vom Jahre 2000 an gilt im Kanton Bern das Frachtmodell. Demnach sind von der ARA für die Abwassereinleitung in den Vorfluter frachtabhängige Gebühren zu leisten (Stickstoff- und Phospat-Frachten). Zukünftige Bemühungen des Abwasserverbandes haben zum Ziel die Abwasserbehandlung unter Berücksichtigung des Frachtmodells zu optimieren.
Nun stehen wir erneut vor einer grossen Herausforderung. Nach der Feststellung des Sanierungsbedarfes wurde ab Dezember 2005 bis September 2006 mittels einem öffentlich/selektiven Submissionsverfahren das Planerteam Benz (Benz AG, Zürich / Prolewa AG, Root) ausgewählt, welches das Projekt „SANARA“ (Ausbau und Sanierung der ARA Region Murg) planen und realisieren soll. Die Abgeordnetenversammlung vom 30.11.2007 hat dazu einen Investitionskredit von CHF 11'7842'388.00 beschlossen.
Gleichzeitig sollen auch das Kanalnetz und die beiden Regenklärbecken in Roggwil und St. Urban (Projekt "KASOBA") saniert werden. Dazu hat die Abgeordnetenversammlung nochmals einen Investitionskredit von CHF 2'820'196.00 beschlossen.
Die ARA Region Murg wird deshalb in den Jahren 2008 bis rund 2012 insgesamt fast 15 Millionen Franken investieren, dies im Sinne eines zeitgemässen Gewässerschutzes.